Exil-Archiv

Die verfolgte Intelligenz - erinnert und dokumentiert

Das Exil-Archiv dokumentiert Zensur, Verfolgung und Exil/Emigration. Das Online-Archiv sammelt und publiziert Lebensläufe zensierter und/oder verfolgter Schriftsteller, Journalisten, Künstler, Wissenschaftler und anderer Intellektueller. 

Die Website des Exil-Archivs

  • verknüpft eine umfassende Biografiensammlung mit relevanten Themenbeiträgen aus Zeitgeschichte und Gegenwart
  • stellt O-Töne von Zeitzeugen in unterschiedlichen Medienformaten zur Verfügung
  • bietet von Zensur, Berufsverbot oder Verfolgung betroffenen Intellektuellen eine Publikationsplattform
  • vermittelt Kontakte für Bildungsarbeit und Wissenschaft
  • gibt Hinweise auf aktuelle Publikationen und Veranstaltungen zum Themenbereich Exil und Zensur

Für die weitere Betreuung brauchen wir Unterstützung - inhaltlich und finanziell! 


Das Exil-Archiv berichtet in journalistischen, wissenschaftlichen und literarischen Formaten über historische Hintergründe und Zusammenhänge sowie über aktuelle Fälle von Zensur und Verfolgung von Intellektuellen. Ziel ist der sukzessive Ausbau des Internetarchivs zu einer Plattform für Dokumentation, Bildungsarbeit, Publizistik und Forschung. Soweit nicht bereits online verfügbar, sollen umfassende Materialien und Hintergrundinformationen zum weiteren Themenbereich Exil/Verfolgung/Zensur publiziert werden:
 
  • Porträts und Werkauszüge von Schriftstellern/ Bildenden Künstlern/ Musikern, Liedermachern, Schauspielern, Filmemachern, Natur- und Geisteswissenschaftlern, Journalisten u.a., die in der Ausübung ihres Berufes gehindert wurden bzw. werden. 
  • Berichte von aktuell Betroffenen
  • Interviews mit, Werkauszüge von und Erinnerungen an Exilierte nach Geburts- und Todesdaten
  • Wichtige historische Einschnitte wie "Machtergreifung" und "Bücherverbrennung"
  • Reportagen über Länder, in denen Meinungsfreiheit und Menschenrechte verletzt werden  
 
Dabei ergänzt und erweitert das Archiv u.a. die Ausstellungen und Aktivitäten des des Zentrums der Verfolgten Künste bzw. des Museums Baden, indem es umfassende biografische Informationen zu KünstlerInnen und Literaten liefert und mit zeitgeschichtlichen Hintergründen sowie Zeitzeugenberichten und Medienangeboten verknüpft.

Für die Nutzung in internationalen und interkulturellen Kontexten bietet das Exil-Archiv Zugänge in verschiedenen Sprachen an. Aktuell liegen bereits Informationen und Materialien in Englisch, Französisch, Spanisch, Polnisch und Tschechisch vor.

Das iranische Exil-Archiv wird als zweisprachiger Schwerpunkt von dem iranischen Exil-Schriftsteller Sam Vaseghi unter Schirmherrschaft der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft herausgegeben. Als Teilbereich des Exil-Archivs beschäftigt es sich mit der Situation zensierter, verfolgter und exilierter iranischer Schriftsteller.


In Vorbereitung einer wissenschaftlichen Begleitung des Zentrums der Verfolgten Künste sammelt und verbindet die Website www.exil-archiv.de vorliegende Ergebnisse der Exil-Forschung im Internet und bietet zusätzliche Publikationsmöglichkeiten für WissenschaftlerInnen, die sich mit dem erweiterten Themenbereich auseinandersetzen. Ziel des Exil-Archivs ist es außerdem, ergänzend zum Bildungsangebot Exil-Club Materialien und Anregungen für PädagogInnen in Schule und außerschulischer Bildungsarbeit bereitzustellen, mit deren Hilfe strukturelle Zusammenhänge von Gewalt, Ausländerfeindlichkeit und Rassissmus in Vergangenheit und Gegenwart für Jugendliche erkennbar und nachvollziehbar gemacht werden können.   

Mit seiner speziellen Ausrichtung versteht sich das Exil-Archiv als Beitrag zur Erziehung und Bildung durch Kunst und Kultur. Es will Erinnerungsarbeit initiieren und fördern, um Toleranz und Respektierung der Menschenwürde heute wirksam zu unterstützen.  

Fördern Sie die Arbeit des Zentrums!

Die bisherigen Etappenziele konnten bisher weitgehend mit Hilfe privater Stiftungsmittel erreicht werden. Für die Sicherung des bisher mühsam Erarbeiteten und die Verwirklichung des Zentrums der Verfolgten Künste mit operativen Möglichkeiten im Forschungs-, Dokumentations- und Bildungsbereichs sind die Projektträger dringend auf weitere Fördermittel angewiesen.

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